Gestaltung barrierefreier Kommunikations- und Spielräume im Naherholungsgebiet Seewoog

Kategorie

LEADER-Projekt

Laufzeit

Oktober 2020

Förderhöhe

250.000,00 € - abgeschlossen

Anknüpfend an das erste LEADER-Projekt, startet die Stadt Ramstein-Miesenbach jetzt den zweiten Teil der Umgestaltung des Seewoogs, wobei auch hier der Umweltschutz­-Gedanke der ersten Maßnahmen weiter aufgegriffen und verfolgt werden soll. Der mit der Erstellung der Artenschutzkonzepte beauftragte Feldbiologe  übernimmt  als  Besonderheit  die  „biologische  Baubetreuung”  des Projektes. So wird die  weitere  Bepflanzung  rund  um  den  Seewoog  ausschließlich  mit  heimischen  Pflanzen  erfolgen, für  die  eh  schon  zurückhaltende   Ausleuchtung   wird  insektenfreundliches  Licht  gewählt.  Eine  Veranstaltungsfläche mit Rasenstufen und Sitzauflagen  kann  als  „grünes  Klassenzimmer”  den  Gedanken  der  Naturpädagogik  mit praktischem Umweltschutz quasi vor der  eigenen  Haustür  weiter  aufgreifen  und  vertiefen.  Naturkundliche Beobachtungen der  im  und  am  Biotop  vorkommenden  Arten  können  so  Kindern  und  Jugendlichen  vertiefend vermittelt werden und ein Bewusstsein  für  Umwelt  und  Natur  wecken.  Diese  Möglichkeit  steht  auch  den amerikanischen Schulen im näheren Umfeld und der  internationalen Schule  in  Ramstein  zur  Verfügung.  In unmittelbarerer Nähe zum Seewoog plant die  Stadt  Ramstein-Miesenbach  einen  Kindertagesstätten-Neubau.  Hier entsteht ein gewisser  Synergie-Effekt  zwischen  den  Einrichtungen  am  Seewoog  einerseits  und  dem  geplanten Standort der KiTa andererseits Grundsätzlich soll das „Grüne Klassenzimmer” allen Kindergärten und Schulen in der näheren Umgebung offen stehen. Die Stadt Ramstein-Miesenbach versteht  sich  dabei  primär  als  Ideengeber, Unterstützer und  Verantwortlicher  für  die  Entwicklung  der  Fläche  und  die  Bereitstellung  der  erforderlichen Infrastruktur. Für  die  geplante  Bildungsarbeit  insbesondere  hinsichtlich  didaktischer  und  pädagogischer  Belange können Schwerpunkte, Themenbereiche sowie im Einzelfall geplante Projekte in Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten entwickelt werden. Hierzu steht begleitend das Büro FreilandForschung aus Bexbach, das von der Stadt Ramstein-Miesenbach beauftragte wurde, zur Verfügung.

Mit dieser Veranstaltungsfläche, die auch als Freilichtbühne zur Verfügung steht und der von den Bürgern gewünschten Erneuerung der Grillplätzen und Picknickgruppen werden Veranstaltungsflächen und Treffpunkte geschaffen, die von Vereinen und Schulen (auch amerikanische Schulen) , aber auch für private Feiern gerne und häufig nachgefragt werden und in diesem Umfang und Angebot in der näheren Umgebung nicht vorhanden sind. So sind neben der Ausrichtung eines Weihnachtsmarktes zünftige Frühschoppen , Musikveranstaltungen und eine Nutzung als Freilichtkino geplant. Bei der Umsetzung wird auch darauf geachtet, dass die Zuwegungen so ertüchtigt werden, dass alle Anlagen rund um den Seewoog barrierefrei erreichbar sind. Aufgrund der Hanglage können nur zwei Grillplätze vollständig barrierefrei genutzt werden, einer davon soll auch noch eine Überdachung erhalten.

Die Stadt Ramstein-Miesenbach hat Kinder aus Grundschule und Kindergärten gebeten, Vorschläge zur Gestaltung von Kinderspielplätzen zu machen. Der vom beauftragten Ingenieurbüro erarbeitete Entwurf wird nun in einem zweiten Schritt einer „Planungsgruppe” (Kinderparlament), bestehend aus diesen Kindern vorgestellt und eventuell überarbeitet. Auch hier sollen integrative Spielgeräte für alle ausgewählt werden, der Spielplatz soll auch für Kinder mit Behinderungen .spielbar sein”. Durch die räumliche Nähe von „Grünem Klassenzimmer”, Spielplatz und Grillplätze wird hier ein einzigartiges Angebot geschaffen, dass alternative Unterrichtsstruktur und Freizeitangebote (Lernen mit Spaß) verbindet.

Die bereits angesprochenen Grillplätze  sollen im Rahmen  eines Bürger-Nereinsengagements erneuert werden. Dabei werden die Materialien sowie der eigentliche Grill von der Stadt gestellt, die Arbeitsleistungen wie das Aufbringen von Sitzauflagen aus Holz u.ä. werden von Bürgern bzw. Vereinen übernommen. Das gleiche gilt für die bereits vorhandene Toilettenanlage, die schon vor einigen Jahren von Bürgern gebaut worden ist und die jetzt wieder von Bürgern renoviert (Grundreinigung, eventuell neue Fliesen und neue Toiletten) werden soll.

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